Was bewirkt Angst - Und wozu dient Sie ?
Bei vielen Menschen kehrt sich die Angst gegen den Menschen selber, fast so wie bei der Allergie. Wo auch das den Menschen schützende Abwehrsystem scheinbar gegen den eigenen Körper kämpft.
Nicht nur Allergien breiten sich ständig weiter aus, sondern auch die Angsterkrankungen.
Ängste - kollektive wie individuelle - kommen und gehen, werden durch irgendetwas ausgelöst, lassen nach, werden überwunden.
Sie führen manchmal dazu, dass wir unser Verhalten ändern, sie schützen auch vor Risiken und Gefahren.
Angst ist ein Signal.
Was aber geschieht, wenn sie außer Kontrolle gerät, wenn sie krank macht und selbst zur Krankheit wird?
Etwa 10 % der Bevölkerung leidet an Angstzuständen von einem be-Handlungs-bedürftigem Ausmaß.
Bei fehlender Therapie wird die Erkrankung häufig chronisch und es kommt zum sozialen Rückzug, zum Medikamenten -Alkohol- oder Drogenmissbrauch.
Lassen Sie es nicht soweit kommen !
Sprechen Sie Ihre Ängste aus, nehmen Sie sie wahr, denn dahinter steckt immer eine Ursache, ein Auslöser. Die Angst ist nur das Symptom.
Eventuell ist es für Sie ratsam, sich Fachlektüre/Selbsthilfebücher zu diesem Thema zu besorgen.Denn das, was man versteht und erkennt, kann man auch verändern.
Angsttagebuch führen: Ein solches Tagebuch hilft, den Zusammenhang zwischen Ängsten und ihren Auslösern zu erkennen und sich so an die Dinge zu erinnern, die Freude machen, die Kraft geben.
Wenden Sie sich an einen Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens, wenn Sie merken, dass die Angst beginnt Ihr Leben zu bestimmen.
Nachfolgend werde ich einen kleinen Einblick zu schaffen...
Licht ins Dunkel bringen...
Dazu verwende ich Auszüge von Pastor Frank-Eric Müller
Predigt vom 15 Januar 2006
Danke dafür !
Was ist Angst?
Angst - so könnte man sie beschreiben - ist die Vorwegnahme schlechter Erfahrungen.
Wenn Ängste sich wiederholen und zu einer starken Behinderung im Alltag werden, sprechen die Fachleute von einer Angststörung.
Wie entseht Angst?
Zwei Phänomene scheinen besonders Angst auszulösen.
Das erste sind laute Geräusche. Also wenn etwas sehr lautes von Außen auf uns " einhämmert ".
Das zweite ist der Verlust der Stabilität/der Basis/des Untergrundes.
Je nach Veranlagung reagieren wir auf solche Einflüsse
mehr oder weniger ängstlich.
Die Angst hat ein Ziel
Die Individualpsychologie geht davon aus, dass wir Angst auch dazu einsetzen, um etwas zu erreichen: unbewusste oder bewusste Ziele.
Letztlich ist das immer ein destruktiver Vorgang.
Eine Form der Angst ist die Hilflosigkeit. Man sagt:
" Die Hilflosigkeit ist die Macht der Ohnmächtigen."( ohne Macht )
Mit Angst können wir andere Menschen unbewusst dazu zwingen, dass sie sich um einen kümmern.
Angst ist häufig ein Beziehungsproblem
Angst spiegelt oft einen Beziehungskonflikt wieder.
Angst wird so zu einer Reaktion eines Menschen auf seine Bezugsperson.
" Kümmer Dich mehr um mich."
" Gib mir mehr Liebe und Zuneigung."
In einer Beziehung ist es daher sehr wichtig, dass wir das aussprechen, was wir wirklich brauchen und suchen.
Suche einen Ort der Stille
In der Stille kommen die Gedanken zur Ruhe.
Die Stille ist der Ort des Hörens.
In stillen Momenten des Lebens können wir wahrnehmen:
Wie bin ich, was denke ich, was will ich wirklich?
In der Stille haben wir die Ruhe, hilfreiche Fragen zu stellen.
Und ehrliche, tiefe Fragen beinhalten auch schon immer
ehrliche und tiefe Antworten.
Im tiefstem Innern wissen wir, was gut für uns ist.
Werde Dir Deiner Ängste bewusst
Unsere Hauptaufgabe ist nicht zu sehen, was irgendwann kommen könnte.
Weitblick ist hilfreich und zeugt von der Fähigkeit das Leben in größeren Zusammenhängen sehen zu können.
Sehr wichtig ist auch, das Nächstliegende zu sehen.
Was kann das Nächstliegende in Deiner Angstvollen Situation sein?
Niemand kann heute die Ängste von morgen zusammen mit dem Leid von gestern tragen.
Heute ist der Tag.
Heute das tun, was ich tun kann.
Planen müssen wir.Zersorgen ist aber etwas anderes.
Eines der tragischsten Eigenschaften der menschlichen Natur ist der Hang, das Leben aufzuschieben.
Immer das morgen und übermorgen in den Blick zu nehmen.
Lebe Jetzt!
Über Angst reden verringert die Angst
Fange an, Deine Ängste mit anderen Menschen zu teilen.
Das Schlechteste was wir mit unseren Ängsten tun können,
ist mit ihnen allein zu bleiben.
Das verursacht Anspannung, Mutlosigkeit und auch zermürbende Einsamkeit.
Wir brauchen das Gefühl, das jemand zum Zuhören bereit ist.
Allein das Aussprechen erleichtert sehr.
Und auch wenn noch kein Ausweg sichtbar ist - so ist er doch schon vorhanden.
Versuche Einblicke in die heimlichen Ziele Deines Lebens zu gewinnen.
Werde Dir der wahren Motive deiner Angst bewusst.
Wer seine Angst durchschaut, erkannt und begriffen hat;
der kann auch etwas verändern.
Akzeptiere Unvermeidliches
Es gibt Dinge, die lassen sich nicht verändern.
Es gibt Umstände, die können wir nicht verändern.
Aber nicht die Dinge oder Umstände machen glücklich oder unglücklich,
sondern meine Einstellung und Reaktion darauf.
Wenn es uns gelingt, das Unvermeidliche zu akzeptieren, dann wird neue Energie frei.
Energie, die wir zum Beispiel dafür benötigen, um das zu ändern, was wir ändern können.
Dazu passend einer meiner Lieblings - " Sprüche "
Gott,
Gib mir die Gelassenheit,
die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,
die Dinge zu verändern, die ich verändern kann.
Gib mit die Weisheit,
das Eine vom Anderen zu unterscheiden
Friedrich Oetinger
Hilfreiche Fragen im Umgang mit Angst
Wann hattest Du zum letzten mal Angst?
Wovor hattest Du Angst?
Versuche die Angst in Worte zu fassen.
Was fühlst Du?Welche Gedanken hast Du dabei?
Welche Personen sind mit Deiner Angst verbunden?
Kannst Du Dir Vorstellen, das Du mit Deiner Angst
ein ( un ) bewusstes Ziel verfolgst?
Was hälst Du von der Definition:
" Angst ist die Vorwegnahme schlechter Erfahrungen." ?
Was könntest Du konkret gegen Deine Angst Tun? Sammle Fakten.
Wenn man Dir die Angst völlig nehmen könnte, was würde Dir fehlen?
Wenn ich eine guten Freund von Dir fragen würde,
was Du gegen Deine Angst tun könntest, was würde er wohl sagen?
Könntest Du Dir Vorstellen, mit einer Person Deines Vertrauens
über Deine Ängste zu reden?
Wer könnte diese Person sein?
Mit wem könntest Du über Deine Ängste reden?
Möchtest Du in der Anonymität bleiben?
Ruf mich an,
ich kenne Dich zwar nicht,
aber ich erkenne Dich.
Tel. 04881 - 937 564
Terminvereinbarung auch per SMS : 0179 - 20 48 43 0
Es folgt eine originelle Veranschaulichung der Persönlichkeitstypen
nach Fritz Riemann
Er geht davon aus, dass es vier menschliche Grundausrichtungen gibt:
Das Bedürfnis nach Nähe
Das Bedürfnis nach Distanz
Das Bedürfnis nach Wechsel
Das Bedürfnis nach Dauer
Der depressive Mensch Der schizoide Mensch Der zwanghafte Mensch Der hysterische Mensch
Wunsch nach Zuneigung starker Drang nach Angst vor Risiko und liebt die ständige
und menschlicher Nähe Unabhängigkeit Veränderung Abwechslung
"Ich will nicht alleine "Ich bin das Maß aller "Ich will Freiheit und
sein!" Dinge!" Risiko,Traditionen und
Konzepte engen mich
ein."
Vermeidung von vermeidet Emotionen liebt präzise Planung steht gerne im
Konflikten und menschliche Nähe Mittelpunkt
"Ich hasse Streit!"
Vogel - Strau - Mentalität sachlich , kühl und Vorurteile, Dogmatismus Veränderung der
objektiv Veränderung willen
Selbstlos und geduldig aggresiv und arrogant Perfektionist und gibt Versprechungen, die
konsequent korrekt er nicht einhält
Denkt erst an andere, fehlender Enthusiasmus Entschlußunfähigkeit " Rösselsprünge" im
dann an sich Denken
Verhält sich kindlich- gleichgültig gegenüber Detailfetischismus Imponiergehabe und
hilflos Kritik Starallüren
"Nur ich weiß, was
richtig ist!"
Wenig Selbstwertgefühl starkes Selbstwertgefühl ein"Nein" bleibt oberfächlich und leicht
ein"Nein!" zu beeinflussen
Einfühlsam und vertritt seine Überzeugung ordentlich und will sofortige
hilfsbereit fleissig Bedürfnisbefriedigung
Schlicht und unsentimental, ironisch- beständig und nur das Hier und jetzt
anspruchslos sarkastisch zuverlässig zählt
Relativ wenig Egoismus scharfe verantwortungsbewusst lebhaft, spontan und
Beobachtungsgabe charmant
Das Ziel ist eine Ausgewogenheit zwischen den verschiedenen Aspekten:
Wer genauso schizoid wie depressiv ist und genauso zwanghaft, wie hysterisch wir von Fritz Riemann als ein seelisch gesunder Mensch beschrieben.
Die Riemannschen Grundsrukturen sind als idealtypische Apstraktionen aufzufassen, die in " reiner " Form nicht existieren. Riemann betont, dass seine Grundstrukturen nicht gut oder schlecht, sondern alle vier wichtig und nützlich für die verschiedenen Lebensbdürfnisse sind.
Störungen sind in zweierlei Richtung denkbar:
Überausprägungen oder Einseitigkeiten, die auch als relative Über-bzw. Unterausprägungen aufgefasst werden können.
Riemann versteht seine Typologisierung nicht als ein endgültiges Schema an , dem man nicht mehr entrinnen kann, aber wer gelernt hat, Gegenkräfte wie Mut, Vertrauen, Erkenntnis, Macht, Hoffnung, Glaube und Liebe zu entwickeln, kann mit diesen Ängsten umgehen und sie als Schritte in der menschlichen Entwicklung erkennen.
Diese Typologie spielt auch bei Partnerschaften und in der Partnerwahl eine Rolle, wobei das Grundproblem darin liegen kann, dass in solchen Beziehungen die Tendenz besteht, die ohnehin vorhandene Grundtendenzen des Typus noch zu verstärken.
______________________________________
Bedenke: Alles was du bei anderen wahrnimmst, hat in ertser Linie etwas mit dir selbst zu tun. Der andere erscheint uns vor allem deswegen finster oder suspekt, weil wir eine entsprechende Brille tragen, die ihn dunkel und unheimlich erscheinen lässt.
Die fachsprache benutzt in diesem Zusammenhang den Begriff " Projektion " und meint damit, dass wir wichtige persönliche Themen mitunter eher anderen , als uns selbst zuschreiben.
Statt andere mit Macht verändern zu wollen, können wir unsere Energien auf die " Nachentwicklung " unser eigenen Schattenseiten richten. Das ist nicht nur viel einfacher, es ermöglicht uns auch, bislang " abgespaltene " Persönlichkeitsanteile in unser Gesamtbild zu integrieren und dadurch " heil " ( = ganz ) zu werden. Das Ergebnis ist fast immer ein deutlich höheres Maß an Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, positiver Ausstrahlung und zwischenmenschlichen Glücks.
Tipp:
Werde Lebenslang zu deinem eigenen " Schattenjäger."
Liste in regelmäßigen Abständen alle jene Bezugspersonen auf, mit denen du ein " Problem " hast.
Beschreibe möglichst korrekt diejenigen Verhaltensweisen oder Eigenschaften, die dich in besonderem Maße aufregen.
Überlege dann in Ruhe , inwieweit das " Problem "sich auf dich selbst rückschließen lässt.
Welche Aspekte von dem, was dich so unendlich aufregt, würde dir vielleicht selbst gut tun?
Hat das ( vorerst noch beim anderen verortete ) " Problem " mit Phasen deines früheren Lebens zu tun, in denen du manche Wünsche oder Eigenschaften nicht ausleben konntest oder unterdrücken musstest?
Begegnet dir dieses " Problem " auch in anderen Beziehungen immer wieder neu?
Solltes du fündig werden und von dem " Problem " auf dich selbst rückschließen können, solltest du dich abschließend fragen, ob du daraus Konsequenzen für dein weiteres Leben ziehen willst.
Viel Erfolg!
Telefonische Beratung
und/oder
Terminabsprache
unter:
04881 - 937 564
Mobil/SMS 0179 - 20 48 43 0
eMail: Heidi.Kiel@t-online.de